Wozu braucht man eingetlich eine Gehrungssäge ?

Mithilfe von Gehrungssägen, ist es möglich Bretter so zu schneiden, dass sie keine senkrechte Schnittkante haben, sondern einen bestimmten Winkel. Am einfachsten lässt es sich an einem Bilderrahmen erklären. Dieser besteht an einer Ecke, aus zwei Holz Enden, die zusammen einen rechten 90° Winkel bilden. Diese Enden, sind nicht senkrecht abgesägt worden, sondern beide im 45° Winkel, damit sie zusamme einen 90° Winkel ergeben. Solche präzisen Schnitte, können nicht frei Hand gemacht werden, deshalb braucht man eine Gehrungssäge, die es einem ermöglicht, genau in einem 45° Winkel zu sägen. Doch wie sieht eine Gehrungssäge aus, und wie funktioniert sie?

Was sind gewöhnliche Gehrungssägen? 

Eine normale Gehrungssäge, funktioniert auch ohne Strom. Sie befestigt, die Säge in einem bestimmten Winkel. Die Säge ist so eingespannt, dass sie nur in einem festgelegten Winkel, sägen kann. Bei Jeder Gehrungssäge, liegt die Hauptfunktion darin, in einem 45° Winkel sägen zu können. Es gibt aber auch genug andere Führungen auf dem Markt, mit denen auch andere Winkel möglich sind.

Es gibt zwei Arten von Gehrungssägen, die ohne Strom funktionieren, und in jedem gut sortierten Baumarkt zu finden sein sollten. Zum einen die beschriebene Vorrichtung, inder eine Säge eingespannt ist. Es gibt jedoch auch eine einfachere Konstruktion, die entweder aus Holz oder Plastik besteht, und einfach in den Winkeln -45°, 0°, 45° eingesägt wurde, wodurch sich drei Schienen ergeben, die einem einfach das Sägen in diesen Winkeln ermöglicht.

Doch wie schon angesprochen, gibt es auch Alternativen zu diesen beiden Gehrungssägen, die jedoch mit Strom funktionieren.

Elektrische Gehrungssägen:

Solche elektrischen Gehrungssägen, werden auch Kappsägen genannt, und sind mit einem großen Kreissägeblatt ausgestattet. Je nach Modell ist es möglich, Winkel zwischen -45° und 45°, auf den Winkel genau sägen zu können.

Aufbau einer Gehrungs-Kappsäge:

Makita Kapp und Gehrungssäge, LS1018L - 4Die Kappsäge an sich, steht auf einem Drehteller, dieser lässt sich drehen, je nach Modell, zwischen 45° und 0°. Doch einige reichen auch bis 47°, dadurch ist ein Hinterschnitt möglich, falls sie nicht wissen, was ein Hinterschnitt ist, können sie sich gerne unsere Erklärung dazu ansehen.

Auf dem Drehteller, ist die eigentliche Kappsäge, diese besteht, hauptsächlich aus einem großen Kreissägeblatt, das zum sägen, vertikal runtergedrückt werden kann. Außerdem verfügen die meisten Kappsägen, auch über die Funktion, dass sich das Sägeblatt auch noch zusätzlich neigen lässt, ebenfalls meistens zwischen den Winkeln 45° – 0°. Dadurch, kann der Gehrungsschnitt noch zusätzlich verfeinert werden.

Falls sie zwischen der Entscheidung zwischen einer manuellen Gehrungssäge und einer elektrischen Kappsäge stehen, werden wir Vor- und Nachteile im folgenden Text erörtern.

Vor- und Nachteile von elektrischen/manuellen Kappsägen:

Im folgenden Text, möchten wir Vor- und Nachteile von elektrischen und manuellen Gehrungssägen erörtern, und abschließend, erklären, für wen sich welche Gehrungssäge eignet.

Zunächst wollen wir die beiden Sägen in der Kategorie Komfort miteinander vergleichen.

Als erstes wollen wir hierbei auf den Transport und den Aufbau eingehen.

Hierbei hat die manuelle Gehrungssäge, die Nase vorne, und zwar ist sie meist sehr viel kleiner, und auch leichter als eine elektrische Gehrungssäge, da sie keinen Motor hat, und somit Einhell Kapp Gehrungssäge TC-MS 2112 (1400 W, Sägeblatt Ø 210 mm, Schnittbreite 120 mm, schwenkbarer Sägekopf) - 2sehr viel kompakter ist. Gehrungssägen, fangen bei einem Gewicht von rund 6kg an, sobald sie elektrisch sind, je nach Modell und Qualität, können sie auch gut bis zu 20kg wiegen. Das heißt beim Transport liegt die manuelle Gehrungssäge eindeutig vorne, beim Aufbau ist es nicht ganz so klar, zwar muss bei einer manuellen Gehrungssäge nur die Säge ausgerichtet werden, und das zu bearbeitende Material fixiert werden, jedoch ist es bei elektrischen Sägen nicht sehr viel mehr Aufwand. Je nach Modell muss entweder nur eine Steckdose gefunden werden, oder es ist durch einen Akkubetrieb gar keine Stromquelle nötig. Danach kann die Kappsäge auch schon ausgerichtet werden, je nach Modell ist dies meist jedoch ziemlich einfach und schnell möglich.

Nun kommen wir zum Hauptpunkt, und zwar zum Sägen selbst.

Wie der Name schon sagt, ist es bei einer manuellen Gehrungssäge Muskelkraft von nöten. Doch Muskelkraft alleine reicht nicht, es ist auch eine gewisse Erfahrung nötig, trotz der vorgegebenen Sägelinie. Zum einen, sollte das gesamte Sägeblatt genutzt werden, und es sollte in gleichmäßigen ruhigen Bewegungen gesägt werden, wodurch Kraft gespart wird, und dem verkanten vorgebeugt wird.

Das nutzen einer Kapp bzw. Gehrungssäge, ist weitaus einfacher, die Maschine wird zunächst eingestellt (Gehrungswinkel, etc.), danach wird die Säge eingestellt, und das Material in einer Bewegung durchsägt. Dabei entsteht die Präzision, einzig durch das vorherige einstellen, für das kein große Erfahrung von nöten ist. Auch verläuft der Sägevorgang ansich sehr viel schneller, da es sich um eine elektrische Säge handelt.

Außerdem bietet die elektrische Kappsäge auch noch weitere Vorteile, da sie viel mehr Möglichkeiten bietet, Materialien zu bearbeiten. Je nach Säge können damit sogar Steine und Fliesen gesägt werden, dies ist mit einer Handsäge unvorstellbar.

Doch nicht nur in der Materialwahl, gibt es mehr Möglichkeiten, bei einer elektrischen Säge. Auch die Winkel sind viel freier wählbar, zum einen, da der Drehteller viel mehr verschiedene Einstellunge als eine vorgefertigte Schien bietet, aber auch durch die Möglichkeit, das Sägeblatt selbst neigen zu können. Zwar gibt es auch einige manuelle Gehrungssägen, die dazu in der Lage sind, dennoch ist dies bei weit aus nicht allen möglich.

Makita Kapp und Gehrungssäge, LS1018L - 2Insgesamt, liegt beim Sägen selbst und beim Sägekomfort die elektrische Gehrungssäge weit vorne. Gerade durch das schnellere und einfachere Sägen, ist es sie der manuellen Säge weit voraus. Als letztes schauen wir uns als Gegenstück zum Aufbau auch noch den Abbau der Maschinen an. Diesmal starten wir mit der elektrische Gehrungssäge, diese macht durch das sich schnell drehende Sägeblatt nämlich ziemlich viel Dreck. Gerade der feine Sägestaub, ist ziemlich nervig. Doch bei immer mehr Kappsägen, gibt es sogenannte Auffangsäcke, die großteile der Sägespäne auffangen sollen. Auch gibt es Sägen, mit einem Anschluss für einen Staubsauger.  Insgesamt müssen wir leider sagen, dass uns diese Systeme, gerade in den niedrigeren Preissegmenten etwas enttäuschen, und nicht sehr effektiv sind. Dennoch ist der Abbau sonst relativ simpel, da die Säge sich schnell auf Grundeinstellungen bringen lässt, und die meisten Sägen auch noch mit einer Transportsperre für das Sägeblatt versehen sind, die dafür sorgt, dass das Sägeblatt sich beim Transport nicht bewegt.

Eine manuelle Kappsäge produziert meistens nicht so viel Dreck. Durch das eigenständige Sägen, kann man so arbeiten, dass die Späne nicht durch den gesamten Raum fliegt.

Aber sonst gibt es eigentlich keine Probleme beim Abbau einer manuellen Gehrungssäge.

Fazit:

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich eine manuelle Gehrungssäge nur lohnt, wenn man nur in einem geschlossenem Raum arbeiten kann, und Dreck so weit es geht vermieden werden muss, oder man sie nur für ganz seltene Arbeiten braucht. Auch können wir sagen, dass sie sich eigentlich nur für Holz oder sehr dünnes Metall eignet.

Sobald sie etwas häufiger eine Gehrungssäge benötigen, können wir ihnen direkt eine elektrische Kappsäge empfehlen. Gerade durch die höhere Präzision und das deutlich schnellere Arbeiten, ist sie der manuellen Gehrungssäge aus unserer Sicht doch ziemlich überlegen.

Vergleich manuelle/elektrische Gehrungssäge

Manuelle Gehrungssäge Elektrische Gehrungssäge
  • keine Stromanschluss nötig
  • sehr schnelles Arbeiten möglich
  • relativ präzise
  • auch große Materialien können bearbeitet werden (Zugsäge)
  • kein großer Aufbauaufwand
  • viele Materialien können bearbeitet werden (Stein, Holz, Fliesen,…)
  • günstig
  • Einsteigermodelle auch günstig zu bekommen
  • nicht so präzise wie eine elektrische
  • kraftsparendes Arbeiten
  • langsames Sägen
  • sehr Präzise (je nach Modell)
    • relativ unabhängig vom Erfahrungsgrad
  • Erfahrung nötig
  • teurer
  • Stromanschluss nötig
  • Akku Alternativen
  • Aufbau notwendig